Herzlich willkommen!

Als Ergänzung zu meiner Website möchte ich allen Fotointeressierten in regelmäßigen Abständen meine Erfahrungen als Fotograf weitergeben und über meine aktuellen Projekte berichten. Vielleicht ist auch etwas Interessanten für euch dabei.

LG Cornel

Montag, 29. Juni 2015

Bewegungsfotografie – so entstehen scharfe Bilder


Immer wieder kommt es vor, dass man etwas fotografieren will, was sich bewegt. Autos, Flugzeuge, Tiere, Menschen beim Sport... Es gibt viele schöne Motive, die man in der Bewegung ablichten kann und möchte. Manche Motive werden überhaupt erst durch die Bewegung so richtig sehenswert. Das Problem am Fotografieren von bewegten Objekten ist, dass diese dann manchmal auf dem Bild nicht richtig scharf sind. Die Bewegung führt zur sogenannten Bewegungsunschärfe.
Diese Bewegungsunschärfe ist aber nicht zwangsläufig ein ungewollter Effekt. So kann durch diese Form der Unschärfe auch eine große Dynamik an den Betrachter vermittelt werden. Und gerade bei großen Bildern, wie zum Beispiel Leinwandbilder oder auch auf einer Fototapete, ist das oft das gewisse Etwas, wodurch das Bild zum echten Hingucker wird. Eine große Auswahl finden Sie zum Beispiel bei
Lana KK

Im Grunde muss man sich bei bewegten Motiven tatsächlich im Vorfeld darüber im Klaren sein, ob man diese Unschärfe möchte und wenn ja in welcher Form. Man kann hier auch noch einmal unterteilen in Bewegungsunschärfe des Motivs und Bewegungsunschärfe des Hintergrunds.

Bewegungsfotografie ohne Bewegungsunschärfe
Das Geheimnis hier ist die Belichtungszeit. Je kürzer die Belichtungszeit beim Fotografieren ist, desto geringer die Bewegungsunschärfe. Das kann bei schlechten Lichtverhältnissen zu einer echten Herausforderung werden. Grundsätzlich kann man die Belichtungszeit beeinflussen durch Blendenöffnung und ISO-Einstellung. Je weiter offen die Blende und je höher der ISO-Wert, desto kürzer die Belichtungszeit. Allerdings sorgt eine weit geöffnete Blende eben auch für eine große Tiefenunschärfe, also der scharfe Bereich auf dem Foto wird relativ kurz. Beim ISO-Wert ist es oft so, dass Bilder mit sehr hohem ISO-Wert anfangen zu rauschen. Das hängt aber auch stark von der Qualität und Leistungsfähigkeit der Kamera ab. Moderne Vollformatkameras schaffen ISO 800 Bilder recht locker ohne großes Rauschen.
Als Richtwert kann man hier sagen: eine Verschlusszeit (also Belichtungszeit) von weniger als einer 500 Sekunde ermöglicht es, auch bewegte Motive scharf aufzunehmen, also die Bewegungsunschärfe auszuschließen.

Bewegungsfotografie mit Bewegungsunschärfe - Motivdynamik
Solche Bilder entstehen, wenn man die Kamera während der Aufnahme still hält. Dadurch wird das bewegte Motiv unscharf. Möglicherweise auch nur ein Teil, weil sich zum Beispiel das Schussbein des Fußballers gerade viel schneller bewegt, als der ganze Mensch. Auch das kann sehr interessante Effekte geben. Oft ist aber in dem Fall das ganze Objekt unscharf. Das zeigt gut die Bewegung, hat aber den Nachteil, dass das Hauptmotiv eben einfach nicht scharf ist.

Bewegungsfotografie mit Bewegungsunschärfe - Hintergrunddynamik
Damit ist gemeint, dass das Hauptmotiv weitestgehend scharf ist, aber der Hintergrund die Bewegungsunschärfe trägt. Solche Bilder entstehen, wenn bei ausreichend langer Belichtungszeit die Kamera mit dem Motiv mitgezogen wird, also mitgerichtet. Die Schwierigkeit hier ist hauptsachlich, dass die Kamera auch in exakt der gleichen Geschwindigkeit mitgerichtet werden muss, wie sich das Objekt bewegt. Und das kann unter Umständen eine Weile dauern, bis das mal so funktioniert hat, wie man möchte. Oft braucht man mehrere Versuche. Die hat man aber in der Fotografie leider nicht immer.
Die Bilder, die so entstehen, haben aber eine hohe Dynamik und transportieren zum Beispiel bei Sportevents am besten die Kernaussage des Bildes.


Fazit
Wen man bewegte Motive aufnehmen will und die Bilder eine gute Qualität haben sollen muss man sich möglicherweise schon im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie das Bild im Ergebnis wirken soll. Wenn man sich darauf entsprechend vorbereitet ist die Erfolgschance um ein Vielfaches höher, dass das Ergebnis auch den eigenen Ansprüchen genügt. 


Vielen Dank der Firma Lana KK für den Gastbeitrag.





Sonntag, 28. Juni 2015

Fotowochenende in der Sächsischen Schweiz - unterwegs mit dem Fotografen Andreas Levi


Dass die Sächsische Schweiz zu den faszinierendsten und urigsten Landschaften Deutschlands zählt, ist nicht nur unter Wanderern oder Fotografen bekannt. Schon der Maler Casper David Friederich holte seine Inspirationen aus dieser etwas verwunschen scheinenden Gegend.

Für alle diejenigen, die das Malen nicht beherrschen und daher die Fotografie als Medium gewählt haben, um Momente und Stimmungen festzuhalten, ist das Fotowochenende in der Sächsischen Schweiz mit Andreas Levi wärmstens zu empfehlen. Von fachkundiger Aufsicht geführt, erleben Sie die Highlights dieser wunderbaren Landschaft und werden in die Lage gebracht, Ihre Eindrücke visuell festzuhalten.

http://www.foto-wandern.com/?event=fotowochenende-saechsische-schweiz

Dienstag, 9. Juni 2015

Prüfe dich bevor du „ja“ sagst – Über die Verantwortung eine Hochzeit zu fotografieren

Als begeisterter Hobbyfotograf wird man von Bekannten, Verwandten und Freunden früher oder später gebeten, das Fotografieren auf dem einen oder anderen Familienfest zu übernehmen. In den meisten Fällen ist dies kein Problem, doch bei einer Hochzeit sollte man sich wirklich vorher fragen, ob man diese Verantwortung tragen möchte und auch kann. Denn eine Hochzeit ist meist voll von einzigartigen Momenten, für die der Fotograf keinen zweiten Versuch hat. Daher sollte man sich vorher einige wichtige Fragen stellen, bevor man „ja“ sagt.

Möchte ich diese Verantwortung tragen?


Bei einer Hochzeit kann man nicht herumprobieren, sondern der Fotograf muss wissen, was er tut. Viele für das Brautpaar wichtige Momente wie das Anstecken der Ringe, der Hochzeitskuss, das Anschneiden der Torte oder der Hochzeitstanz vergehen in wenigen Minuten und manchmal gar Sekunden. Da hat der Fotograf meist keine Zeit zehn bis zwanzig Bilder zu schießen, bis das passende dabei ist. Meist ist nämlich nur Zeit  für  zwei bis drei gezielte Schüsse.
Darüber hinaus ist es gar nicht so einfach über den ganzen Tag verteilt den Überblick und die Konzentration zu behalten, um diese wichtigen Momente herauszupicken und auf einem schönen Foto festzuhalten.
Erklärt man sich als Hobbyfotograf bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, lastet eine große Verantwortung auf den eigenen Schultern. Denn es handelt sich um die Fotos, die das Brautpaar möglicherweise noch in 20 Jahren betrachtet, um sich an den schönsten Tag im Leben zu erinnern. Wenn diese dann nichts geworden sind, ist die Trauer darüber manchmal so groß, dass sogar die Freundschaft zwischen Fotograf und Ehepaar zerbrechen kann.

Habe ich die richtige Ausrüstung und Ersatztechnik?

Mit welcher Kamera man fotografiert, ist oftmals gar nicht so entscheidend, da die Qualität der Bilder eher vom Können des Fotografens abhängt. Wichtiger ist es an so einem Tag, dass die Technik nicht versagt. Deswegen sollte jedes Gerät, das zum Fotografieren nötig ist (inklusive der Kamera), mindestens zweimal vorhanden sein.  Gerade auch Akkus oder Speicherkarten sollten in ausreichender Menge vorrätig sein. Und vorrätig bedeutet, nicht abgeschlossen im Kofferraum des geparkten Autos mehrere hundert Meter entfernt auf dem Parkplatz, sondern in Reichweite des Fotografierenden.

Kenne ich mich mit Momentaufnahmen und Lichtverhältnissen aus?

Bei sogenannten Momentaufnahmen kommt es darauf an, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein und ihn perfekt abzubilden. Dabei bleibt einem meist nicht die Zeit, die Einstellungen zu ändern oder das Objektiv zu wechseln. Für größtmögliche Flexibilität und eine schnelle Reaktion ist daher ein Zoom-Objektiv eine gute Wahl. Wer lieber mit Festbrennweiten arbeitet, sollte sich zumindest auf eine geringe Auswahl an Objektiven beschränken, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen ständig zu wechseln und deswegen vielleicht sogar die wichtigen Momente zu verpassen.
Generell sollte der Fotograf auch gut für verschiedene Lichtverhältnisse ausgestattet sein und wissen, wie mit diesen Verhältnissen umzugehen ist. In der Kirche ist es dunkel, draußen möglicherweise extrem hell und beim Sektempfang im Park gibt es vielleicht Schatten und Licht im Wechsel. Auch in diesem Fall sollte man das Know-how besitzen, um dennoch perfekte Bilder zu schießen.

Weiß ich wie eine Hochzeit abläuft?

Wer noch nie auf einer Hochzeit war bzw. sich nicht so genau mit den Abläufen auskennt, sollte sich vor dem großen Tag mit ihnen vertraut machen. Denn nur wer weiß, was auf ihn zukommt, kann dementsprechend planen. Hilfreich ist es auch, zuvor mit dem Pfarrer oder dem Standesbeamten zu sprechen, da es sein kann, dass nur an bestimmten Stellen der Zeremonie fotografiert werden darf.
Um sich mit dem Ablauf  vertraut zu machen, kann man beispielsweise als kostenloser Aushilfs- oder Zweitfotograf auf anderen Hochzeiten fotografieren. So wird einem zum Ausprobieren erst einmal die Last der Verantwortung genommen und man bekommt ein Gespür für die verschiedenen Situationen und Lichtverhältnisse.

Bei Unsicherheit lieber zum professionellen Fotografen raten

Wenn man diese Fragen nur mit einem „Nein“ beantworten kann, dann sollte man dem Brautpaar lieber dazu raten, einen professionellen Hochzeitsfotografen zu engagieren. Man kann als Gast dann immer noch eigene Bilder schießen und diese in einem schönen Rahmen, zum Beispiel von Rahmenversand, dem Brautpaar überreichen.

Ich danke Rahmenversand.com für diesen Gastartikel.